Fairtrade-Standards für Mischprodukte bei Lebensmitteln:
Neue Regeln für Schokolade, Limonade und Co
Lebensmittel, die mehrere Inhaltsstoffe enthalten, werden „Fairtrade-Mischprodukte“ genannt. Dabei kommt es häufig vor, dass solche Produkte neben Fairtrade-zertifizierten Inhaltsstoffen auch andere Zutaten enthalten, für die es keine Fairtrade-Standards gibt, wie beispielsweise Wasser oder Milch in Limonade oder Schokolade.
Eine Vielzahl an Fairtrade-Mischprodukten werden bereits verkauft, und die Nachfrage steigt stetig. Aus diesem Grund wird es immer wichtiger, auch klare Regeln zu definieren, denn die bisherigen Richtlinien waren teilweise ungenau formuliert. Also ist seit dem 1. Juli 2011 der neue Standard gültig, welcher die Regeln vereinfacht und transparenter macht.
Damit ein Mischprodukt im Lebensmittelbereich das Fairtrade-Siegel tragen d
arf, muss es nach dem neuen Standard zu mindestens 20 (Gewichts- oder Volumen-) Prozent aus Fairtrade-zertifizierten Inhaltsstoffen bestehen. Außerdem müssen alle Inhaltsstoffe, die als Fairtrade-zertifiziertes Produkt erhältlich sind, auch Fairtrade-zertifiziert sein. Dies gilt auch für Inhaltsstoffe, die nur in kleinen Mengen im Produkt enthalten sind, wie zum Beispiel Kräuter und Gewürze. Außerdem muss der Prozentsatz der Fairtrade-Inhaltsstoffe auf der Rückseite der Verpackung angegeben werden.
Von diesem neuen Standard profitierten die Produzenten in den Anbauländern, da die Fairtrade-Produktpalette größer wird. Auch für Verbraucherinnen und Verbraucher hier in Deutschland bringen die neuen Regeln Vorteile: Sie können sich vermehrt für Produkte aus Fairem Handel entscheiden. Dadurch wird der Absatz von fair gehandelten Produkten gesteigert.




